Dämmstoffe im Vergleich

Warum Zellulose besser abschneidet als andere Dämmstoffe

Die Wärmeleitfähigkeit (λ) der Zellulosedämmung ist mit Styropor und Mineralwolle vergleichbar — im Winter schützt Zellulose Ihr Haus also genauso gut. Das ist aber erst der Anfang. Der wahre Vorsprung der Zellulose zeigt sich dort, wo klassische Dämmstoffe versagen: im heißen Sommer, bei Feuchtigkeit, bei Lärm und in der Ökobilanz. Hier die wichtigsten Vergleiche.

Spezifische Wärmekapazität [kJ/(kg·K)] — je mehr, desto besser der Hitzeschutz Zellulose 2,1 Holzfaser 2,1 Styropor EPS 1,45 Mineralwolle 0,8–1,0

Die Wärmespeicherkapazität der Zellulose ist mehr als doppelt so hoch wie die der Mineralwolle — ein mit Zellulose gedämmtes Bauteil erwärmt sich im Sommer deutlich langsamer.

Phasenverschiebung [h] (Schicht ca. 30 cm) — nach wie vielen Stunden die Hitze innen ankommt Zellulose ≈ 11 h Styropor EPS ≈ 6 h Mineralwolle ≈ 4 h

Dank der langen Phasenverschiebung erreicht die Hitzespitze die Innenräume erst in der Nacht, wenn es draußen bereits kühl ist. Mehr über das Raumklima →

Wärmeleitfähigkeit λ [W/(m·K)] — je weniger, desto wärmer im Winter Zellulose 0,037–0,039 Glaswolle 0,033–0,039 Steinwolle 0,035–0,040 Styropor EPS 0,036–0,040

Beim λ-Wert ist Zellulose ein völlig gleichwertiger Dämmstoff — und dank des fugenlosen Einblasens hat das reale Bauteil keine Wärmebrücken, die das Ergebnis von Hand verlegter Matten und Platten verschlechtern.

Eigenschaften im Überblick

Zellulose vs. Mineralwolle vs. Styropor

Eigenschaft Zellulose (eingeblasen) Mineralwolle (Matten) Styropor EPS
Wärmebrücken keine — fugenlose Füllung jeder Ritze entstehen an den Mattenstößen entstehen an den Plattenfugen
Sommerlicher Hitzeschutz hervorragend (Wärmekapazität 2,1 kJ/kg·K) schwach (0,8–1,0 kJ/kg·K) durchschnittlich (1,45 kJ/kg·K)
Feuchteregulierung nimmt Feuchte auf und gibt sie ab, diffusionsoffen diffusionsoffen, verliert aber bei Durchfeuchtung an Leistung dampfdicht — atmet nicht
Schallschutz sehr gut — dichte Struktur absorbiert Schall gut schwach
Ökobilanz der Herstellung Papierrecycling, minimaler Energieeinsatz ca. 10× mehr Energie bei der Produktion petrochemisches Produkt
Schutz vor Nagern und Schimmel natürliche mineralische Zusätze schrecken Schädlinge ab neutral wird gern von Nagern durchlöchert
Einbauzeit (typisches Dachgeschoss) meist 1 Tag, ohne Demontage des Ausbaus mehrere Tage, Öffnen der Bauteile nötig mehrere Tage, Öffnen der Bauteile nötig
Zulassungsgeprüfte Lebensdauer min. 50 Jahre, setzt sich nicht kann sich setzen und verformen langlebig, aber punktuell spröde

Fazit

Die Zellulosedämmung verbindet die winterliche Leistung der besten Dämmstoffe mit einem einzigartigen Schutz vor sommerlicher Überhitzung, natürlicher Feuchteregulierung, hervorragendem Schallschutz und dem kleinsten ökologischen Fußabdruck. In Kombination mit dem Einblasverfahren — das Wärmebrücken eliminiert und den Einbau meist auf einen Tag verkürzt — ist sie die vielseitigste Lösung für die Dämmung von Neu- und Altbauten.

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