Zellulosefasern zeichnen sich durch eine hohe spezifische Wärmekapazität aus — mehr als doppelt so hoch wie die von Mineralwolle. Für Zellulosefasern beträgt sie 2,1 kJ/(kg·K), während sie bei Mineralwolle zwischen 0,8 und 1 kJ/(kg·K) liegt. Dieser Wert gibt an, wie viel Energie nötig ist, um 1 kg Material um ein Grad zu erwärmen.
Was bringt uns das? Unsere Räume heizen sich im Sommer nicht übermäßig auf. Wir erhalten den sogenannten Phasenverschiebungseffekt: Der Dämmstoff in den Bauteilen erwärmt sich langsam und gibt die gespeicherte Wärme erst später wieder ab. Der Prozess verschiebt sich in die Nachtstunden, wenn es draußen bereits kühler ist — die Wärme aus der Dämmung wird dann sowohl nach innen als auch nach außen abgegeben.
Bei der Wahl der Dämmung ist die richtige Auswahl des Dämmstoffs entscheidend. Für den sommerlichen Wärmeschutz eignen sich Materialien, die einen sehr langsamen Temperaturdurchgang gewährleisten — also einen möglichst kleinen Temperaturausgleichskoeffizienten aufweisen. Das sind Materialien, die Wärme durch ihre hohe Speicherfähigkeit gut dämpfen.
Aus dieser Sicht sind holzbasierte Produkte die idealen Dämmstoffe — also Zellulosefasern.
Ein sehr wichtiger Parameter bei der Bewertung von Dämmstoffen ist die Wärmeleitfähigkeit (λ). Bei den meisten Zellulosedämmstoffen liegt sie bei 0,037–0,043 W/(m·K) und ist damit vergleichbar mit anderen Materialien wie Styropor (0,036–0,042) oder Mineralwolle (0,033–0,050).
In Verbindung mit dem Einblasverfahren erhalten wir eine Dämmschicht mit hohen Wärmedämmwerten und maximaler Reduzierung von Wärmebrücken. Die Zellulose füllt auch die schmalsten Fugen — es entsteht eine fugenlose Schicht, die eng an den Konstruktionselementen des Gebäudes anliegt.